Bewegungsbad

Das Bewegungsbad stellt eine traditionelle Art der Therapie bei diversen Erkrankungen dar. Darüber hinaus ist das Bewegungsbad ein nicht wegzudenkender Teil von Wellnessanwendungen, denn das Bewegungsbad lindert nicht nur Beschwerden, sondern verhilft allgemein zu Entspannung und steigert das Wohlbefinden. Erfahren Sie mehr über diese wirksame Therapie, die bei angenehmen Temperaturen und in wohltuendem Ambiente stattfindet.

Definition: Was bedeutet eigentlich Bewegungsbad?

Unter einen Bewegungsbad versteht man eine Behandlungsmethode der Hydrotherapie. Per Definition wird die Verbindung von Auftriebskraft, Reibungswiderstand, Temperatur und gymnastischen Übungen genutzt. Bei einem Bewegungsbad handelt es sich um eine sanfte Therapie, die insbesondere bei orthopädischen und traumatischen Erkrankungen von großer Bedeutung ist.

Geschichte: So kam man auf die Idee der Krankengymnastik im Wasser

Die heilende Kraft des Wassers ist seit Jahrtausenden bekannt. Schon bei den alten Griechen war die Badekultur Bestandteil der Heilkunde, die Römer bauten öffentliche Bäder, die durchaus als Vorläufer der heutigen Kurbäder angesehen werden können. Im ausgehenden Mittelalter geriet die Heilwirkung des Wassers fast in Vergessenheit. Erst im 18. Jahrhundert wurde sie sozusagen neu entdeckt. In den modernen Kurbädern gehört das Bewegungsbad zum Standard.

Aus der bereits bei den Römern bekannten Hydrotherapie schufen die Ärzte Hahn, Vater und Sohn, die man scherzhaft wegen ihrer Studien zur Wassertherapie als „Wasserhähne“ bezeichnete, und später der berühmte Sebastian Kneipp die moderne Hydrotherapie, deren Hauptbestandteil das Bewegungsbad darstellt. Allerdings ist auch belegt, dass das Bewegungsbad der Entspannung dient, auch ohne Erkrankungen ist es einfach eine Wohltat, sich im warmen Wasser zu bewegen, es dient der Gesundheit und der Fitness.

Als Unterart kann die klassische Wassergymnastik angesehen werden. Im Unterschied zum Bewegungsbad findet die klassische Aqua-Gymnastik aber zumeist in normal temperiertem Wasser eines Schwimmbades oder Hallenbades statt. Das Wasser im Bewegungsbad weist in der Regel deutlich höhere Temperaturen auf, was den therapeutischen Effekt und die Wirksamkeit verbessert.

Ablauf: So funktioniert ein Bewegungsbad

Durch das warme Wasser werden die Muskeln gelockert, die je nach Indikation unterschiedlichen Übungen helfen gezielt bei den Beschwerden. Durch den Auftrieb und den Wasserdruck sind schmerzfreie Bewegungen möglich, die die Patienten bei Trockenübungen nur unter Schmerzen ausführen könnten.

Das Bewegungsbad findet immer unter Aufsicht eines Therapeuten statt. Man bewegt sich im warmen Wasser nach der Anleitung des Therapeuten. Dem Trend entsprechend dient das Bewegungsbad heute nicht mehr allein der Heilung oder zumindest Linderung diverser Beschwerden und Erkrankungen, sondern wird zunehmend auch für Wellness eingesetzt.

Bewegungsbad-Utensilien für die Wirbelsäule
Bewegungsbad-Utensilien
Übung im Bewegungsbad
Bewegungsbad Gruppe

Wirkung & Indikationen: Was sind die Vorteile eines Bewegungsbades?

Bewegungsbäder werden in der Physiotherapie eingesetzt, um den Patienten zu mehr Beweglichkeit zu verhelfen. Dies geschieht unter größtmöglicher Schmerzfreiheit. Die angenehme Temperatur des Wassers unterstützt die Wirksamkeit der Therapie. Der Wirkungseintritt ist fast unmittelbar zu verzeichnen, wobei selbstverständlich die Krankheitsbilder eine große Rolle spielen. Vor allem bei neurologischen Krankheitsbildern zeigt das Bewegungsbad seine Wirkung, es wird unter anderem bei Erkrankungen des Skeletts, der Skelettmuskulatur und der Gelenke eingesetzt. Heute weiß man auch, dass der Aufenthalt und leichte Bewegungen auch ohne spezielles Krankheitsbild als angenehm empfunden wird, sodass Bewegungsbäder auch zur Prävention oder einfach zur Entspannung der Wirbelsäule eingesetzt werden.

Nebenwirkungen & Kontraindikationen: Bei welchen Beschwerden sollte man auf ein Bewegungsbad besser verzichten?

Als Kontraindikation könnten Prothesen wie beispielsweise künstliche Gelenke angesehen werden, hier muss der Therapeut im Einzelfall entscheiden. In diesem Fall sollten bestimmte Übungen oder Bewegungen besser nicht ausgeführt werden. Es ist immer zu berücksichtigen, dass die Übungen sich zwar leicht anfühlen, aber der Wasserdruck durchaus das Herz-Kreislauf-System belasten kann. Hierzu sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt. Für Patienten mit offenen Wunden, akutem Asthma oder Hautkrankheiten sind Bewegungsbäder ebenfalls nicht geeignet.

Bewegungsbad im Urlaub: Mit diesen Angeboten können Sie ein Bewegungsbad im Urlaub ausprobieren

Es ist eine sinnvolle Möglichkeit, die Wirksamkeit des Bewegungsbades im Urlaub auszuprobieren und kennen zu lernen, beispielsweise im Rahmen eines Wellnessurlaubs. Dazu müssen Sie keine Klinik aufsuchen, sondern können ein entsprechendes Hotel wählen. In unseren Packages finden Sie attraktive Angebote dazu.

Nachdenken
Wissen
Wissen

FAQ – Wissenswertes zum Bewegungsbad

Was ist das Bewegungsbad?
Was kostet das Bewegungsbad?
Was sind die Vorteile eines Bewegungsbades?
Wann bzw. bei welchen Beschwerden ist ein Bewegungsbad sinnvoll?
Wie werden Bewegungsbäder durchgeführt?
Wie ist die Wassertemperatur bei einem Bewegungsbad?
Gibt es Bewegungsbäder auch für Kinder?
Welche Dinge kann ich aus dem Bewegungsbad für später übernehmen?
Was ist der Unterschied zwischen der Krankengymnastik im Wasser und der „auf dem Trockenen“?