Akupunktur

Nach asiatischem Verständnis wird der Mensch von der Lebensenergie „Qi“ durchflossen. Durch zahlreiche äußere und innere Einflüsse können im Körper jedoch Energieblockaden entstehen, die starke Schmerzen und Beschwerden auslösen können. Die Verwendung hauchdünner Nadeln in bestimmten Körperregionen ist eine zentrale Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und soll Erkrankungen langfristig lindern und heilen. Tauchen Sie in die Welt der Akupunkturbehandlungen ein und erfahren Sie, wogegen die langbewährte Methode hilft und wie eine ganzheitliche Wirkung erzielt werden kann.

Definition: Was genau ist Akupunktur?

Das Wort Akupunktur stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Wörtern „acus“, die Nadel, und „punctio“, das Stechen, zusammen. Unter Akupunktur versteht man also das sanfte Einstechen von 20 bis 30 Nadeln in die Haut, die dort für 10 bis 30 Minuten verbleiben. Das Ziel ist es, Energieblockaden im Körper zu lösen und so eine Schmerzlinderung zu erreichen. Die Nadeln werden bei der Akupunkturbehandlung auf die Energiebahnen (Meridiane) gesetzt, dessen Punkte vordefiniert sind.

Geschichte der Akupunktur – Heilmethode mit langer Tradition

Die ersten bekannten Aufzeichnungen über die Anwendung der Akupunktur stammen aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Der Verfasser des „Lehrbuchs des Gelben Kaisers“, Sima Qian, beschreibt darin die Verwendung von Steinnadeln. In dem Buch erwähnt der chinesische Historiker zudem Anweisungen zur Akupunktur, weitere Heilmethoden und Diagnostiken. Des Weiteren sind zahlreiche Modelle dargestellt, die von der Lebensenergie Qi, den beiden Gegenpolen Yin und Yang und den Meridianen handeln. Der Mensch wird dabei als ein Wesen betrachtet, das nur durch einen harmonischen Einklang von Himmel (Yin) und Erde (Yang) eine ausgeglichene Energie und somit einen gesunden Körper und Geist erzielen kann.

Funktionsweise: Das passiert bei einer Akupunktur

Die Energie Qi fließt durch unseren ganzen Körper entlang zahlreicher Leitbahnen, den sogenannten Meridianen. Die Meridiane verfügen über mehr als 700 Punkte, die sich dicht unter der Hautoberfläche befinden. Davon werden ca. 400 Punkte als Akupunkturpunkte zur Beeinflussung der Energie genutzt. Zahlreiche Faktoren wie zum Beispiel starker Stress können die Balance zwischen Yin und Yang und damit die Lebensenergie stören. Dadurch entstehen im Körper Blockaden und der Energiefluss wird beeinträchtigt. Durch das Einstechen der Nadeln in die Akupunkturpunkte können diese Blockaden gelöst und zahlreiche Beschwerden gelindert werden.

Ablauf einer Akupunktur Sitzung

Während einer Akupunkturbehandlung befinden Sie sich meistens im Liegen, um eine großmöglichste Entspannung zu erzielen. Der Akupunkteur beginnt nun, die 0,2 bis 0,4 Millimeter dünnen Einmalnadeln in die Akupunkturpunkte einzusetzen, wobei die Tiefe von der anatomischen Beschaffenheit der Körperstelle abhängig ist. Teilweise können die Punkte durch sanftes Drehen oder Erwärmen der Nadeln oder sehr leichte Stromreize stimuliert werden. Beim Patienten entstehen daraufhin verschiedene Empfindungen und Reaktionen um den Einstichpunkt herum. Oftmals breitet sich ein Wärmegefühl und Schwereempfinden aus, begleitet von leichtem Kribbeln und Taubheit, doch auch ein dumpfer Druck und Kälte um die Nadel herum können auftreten. Die Empfindungen werden in der TCM „De-Qi“ genannt. Nach einiger Zeit können Patienten das warme Kribbeln auch entlang der Meridiane wahrnehmen, was eine erfolgreiche Lösung der Blockaden bedeutet.

Akupunktur Nadeln
Akupunktur
Akupunkturpunkte
Akupunktur

Indikationen: In welchen Fällen kann Akupunktur sinnvoll sein?

Eine Akupunktur Behandlung wird bei verschiedenen körperlichen und psychischen Erkrankungen angewandt, am häufigsten bei Migräne und Kopfschmerzen, chronischen Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Stress, Tinnitus und Schlafstörungen. Auch bei Heuschnupfen, Tennisellenbogen, Menstruationsbeschwerden, allergischem Asthma und Magenbeschwerden sowie zur Geburtsunterstützung findet Akupunktur immer häufiger Anwendung. Durch zahlreiche Studien, die von der globalen Organisation Cochrane durchgeführt wurden, konnte eine positive Wirksamkeit nach einer Akupunktur-Behandlung bewiesen werden. 4.985 Migränepatienten wurden über einen längeren Zeitraum untersucht, wobei die Anzahl der Migränetage um 50 % verringert werden konnte. Auch 6 Monate nach der Behandlung berichteten die Teilnehmer von der anhaltenden positiven Wirkung.

Kontraindikationen: Welche Nebenwirkungen kann Akupunktur haben?

Nebenwirkungen einer Akupunkturbehandlung sind sehr selten und keinesfalls schwerwiegend. An den Einstichstellen der Nadeln kann es zu leichten Rötungen und Blutungen kommen. Aufgrund der neu freigesetzten Energien im Körper können leichte Kreislaufreaktionen auftreten.

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FAQ -Wissenswertes zur Akupunkturbehandlung

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