Autogenes Training

Tief entspannt dem Alltag zu begegnen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen – das ist wohl der Wunsch eines jeden Menschen in unserer oft sehr stressigen Welt. Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, die genau das verspricht. Die dabei verwendete Technik ist die Autosuggestion beziehungsweise Selbstbeeinflussung. Dies bedeutet, dass mit Sätzen, die man zu sich selbst spricht, eine Entspannungsreaktion ausgelöst wird, die bei regelmäßiger Anwendung langfristig zu Reduktion von Stress und Ängsten führt. Außerdem kann die Übung die Konzentration verbessern und für einen anhaltenden Entspannungszustand sorgen. Erfahren Sie hier, was Autogenes Training bewirkt.

Geschichte: Die Ursprünge des Autogenen Trainings

Bereits in der Antike waren Methoden zur Entspannung und Selbstbeeinflussung bekannt. Jedoch waren diese meist mit der jeweiligen Weltanschauung und Religion verbunden. In den 1920er-Jahren entwickelte ein Berliner Psychiater namens Heinrich Schulz eine Entspannungstechnik, die ganz unabhängig von Religion und kulturellem Umfeld anwendbar ist. Schulz arbeitet in einem Berliner Hypnose-Ambulatorium und lehnte das Autogene Training an seine Erfahrungen mit Hypnose an. Denn er beobachtete, dass Menschen in der Lage sind mit ihrer bloßen Vorstellungskraft einen tiefen Zustand der Entspannung zu erreichen. Im Jahr 1932 veröffentlichte er sein erstes Buch mit dem Titel „Das autogene Training“. Heute ist das Autogene Training eine weit verbreitete Pychotherapiemethode und ein beliebtes Entspannungsverfahren.

Die Philosophie des Autogenen Trainings

Autogenes Training ist ein anerkanntes therapeutisches Verfahren, um die Psyche positiv zu beeinflussen. Es basiert auf der Annahme, dass der Körper und die Psyche eines Menschen sich gegenseitig beeinflussen und in Abhängigkeit zueinanderstehen. Konkret bedeutet dies, dass sich der Körper mit dem Geist steuern lässt und dies auch in die andere Richtung funktioniert. So kann die reine Vorstellung von einer Körperreaktion diese tatsächlich auslösen.

Dahinter steckt folgender Mechanismus: Mit der Kraft der Gedanken kann das autonome Nervensystem gesteuert werden. Dieses hat zwei Schaltkreise, den Sympathikus (bei Anspannung) und den Parasympathikus (bei Entspannung). In Gefahrensituationen ist es essenziell, dass sich der Sympathikus einschaltet, um schnell reagieren zu können. Ist die Gefahrensituation vorbei, sollte jedoch der Parasympathikus für den entspannenden Gegenpol sorgen. Leidet der Mensch an Stress, innerer Unruhe oder Anspannung, so ist das Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus gestört. Es drohen Erschöpfung, Verspannungen, Ängste und Depression. Dieses Ungleichgewicht lässt sich durch Übungen wie Autogenes Training wieder in Balance bringen.

Ablauf: Autogenes Training in der Praxis

Es empfiehlt sich, Autogenes Training professionell bei einem Therapeuten zu erlernen. Trotzdem gibt es auch einige Übungen, die Sie bei sich zu Hause ausprobieren können, um in das Autogene Training hineinzuschnuppern. Hier eine Grundübung, die dazu dienen soll, Spannungen im Körper aufzulösen und Stress loszulassen. Danach sollten Sie sich angenehm entspannt fühlen:

Sorgen Sie zunächst dafür, dass Sie die nächsten 20 Minuten ganz ungestört sind. Legen Sie sich bequem auf den Rücken. Eventuell benutzen Sie ein stützendes Kissen für den Nacken und die Kniekehlen. Legen Sie die Arme seitlich oder auf den Oberschenkel ab. Nun schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich vor, Sie sind an einem Ort, der Ihnen Wärme und Geborgenheit vermittelt. Schauen Sie sich an diesem Ort um. Was sehen Sie? Was hören Sie? Was riechen Sie?

Konzentrieren Sie sich nun auf Ihren Körper. Falls Ihre Gedanken abschweifen sollten, so kehren Sie einfach wieder in den jetzigen Moment zurück. Lassen Sie Ihre Gedanken einfach vorüberziehen. Nun denken Sie folgende Sätze: „Ich bin ruhig. Ich bin ganz ruhig.“ Wiederholen Sie diese Sätze einige Male, bis Sie sich entspannt fühlen. Spüren Sie, wie Sie sich innerlich ruhig fühlen. Schließen Sie das Autogene Training ab, indem Sie Ihre Augen öffnen, sich recken und strecken und bewusst ins Hier und Jetzt zurückkehren. Spüren Sie, wie langsam Ruhe in Ihren Körper und Geist einkehrt und wie Muskeln und Atmung sich entspannen. Beliebt ist Autogenes Training auch zum Einschlafen.

Unter professioneller Anleitung erlernen Sie die verschiedenen Grundübungen aus dem Autogenen Training. Eine davon ist beispielsweise die Sonnengeflecht-Übung, eine Wärmeübung, die die Durchblutung anregt und gegen Stress und Ängste hilft.

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Wirkung & Indikationen: Die positive Wirkung von Autogenem Training

Die Anwendungsgebiete für Autogenes Training sind vielfältig. Praktisch alle stressbedingten Beschwerden können mit Autogenem Training behandelt werden. Dazu zählen Schlafstörungen, Ängste und Paniksymptom sowie Konzentrationsstörungen. Doch auch andere Beschwerdebilder sprechen gut auf Autogenes Training an. So können durch Entspannung Schmerzen gelindert und Probleme mit dem Selbstwertgefühl gelöst werden. Es kommt zu Muskelentspannung und allgemein stellt sich ein Gefühl der Ruhe ein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wirkung von Autogenem Training wohltuend, entspannend und beruhigend ist und die Methode sich im Allgemeinen gut auf die Gesundheit auswirkt.

Nebenwirkungen & Kontraindikationen: Gibt es beim Autogenen Training Kontraindikationen?

Generell ist Autogenes Training für jeden Menschen geeignet. Selbst Kinder ab vier Jahren können laut dem Erfinder der Methode bereits Autogenes Training erlernen. Um die Methode jedoch richtig anzuwenden, braucht es etwas Übung und Konzentration. Für schwer geistig und psychisch schwer beeinträchtigte Personen kann Autogenes Training daher ungeeignet sein, Nachteile oder Nebenwirkungen gibt es aber im Normalfall nicht zu erwarten. Unter Anleitung und nach Absprache darf also jeder die Technik erlernen.

Ein Hotel finden, das Autogenes Training anbietet

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FAQ – Wissenswertes zum Thema Autogenes Training

Was ist Autogenes Training?
Wann ist eine Behandlung mit Autogenem Training sinnvoll?
Wie viel kostet Autogenes Training?
Kann man die Übungen des Autogenen Trainings auch zuhause machen?