Die besten Hallenbäder im Ranking
Kleines Bürgerbad schlägt große Thermen im großen Hallenbad-Ranking
Wenn die Temperaturen sinken und draußen der Novemberregen gegen die Scheiben trommelt, verlagert sich das Badevergnügen von Freibad und Strand wieder ins Hallenbad. Ob beim gleichmäßigen Bahnenziehen, beim Entspannen im warmen Thermalwasser oder beim Planschen mit der Familie: Deutschlands Hallenbäder bringen auch in der kalten Jahreszeit einen Hauch von Wellness in den Alltag. Denn manchmal genügen schon ein paar Stunden im Wasser, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. Doch welche Bäder kommen bei ihren Gästen besonders gut an?
Bereits im Frühjahr hat Reiseanbieter Wellnessurlaub.com die besten Erlebnisbäder Deutschlands gekürt, wobei sich Das Bad Merzig im Saarland den Spitzenplatz sichern konnte. Doch auch abseits spektakulärer Rutschen und großer Wasserwelten gibt es zahlreiche Bäder, die bei ihren Gästen hohe Wellen schlagen.
Pünktlich zum Saisonstart nimmt Wellnessurlaub.com deshalb nun die gesamte deutsche Hallenbadlandschaft unter die Lupe. Ausgewertet wurden rund 720.000 Google-Bewertungen von über 500 Hallenbädern in den 200 größten Städten Deutschlands.
Eine Feststellung vorab: Nicht die großen Thermen mit Tausenden Rezensionen führen das Ranking an, sondern ein kleines Bürgerbad in Nordrhein-Westfalen. Auch im Bundesländervergleich gibt es eine Überraschung: Thüringen und Sachsen lassen die bevölkerungsreichen westdeutschen Bundesländer hinter sich. Insgesamt fällt das Urteil der Badegäste positiv aus, denn fast drei Viertel aller untersuchten Bäder erreichen mindestens vier Sterne.
Key Findings
- Gute Noten für Deutschlands Hallenbäder: Die 505 untersuchten Hallenbäder erreichen durchschnittlich 4,09 Sterne. 368 Bäder (72,9 Prozent) werden mit mindestens 4,0 Sternen bewertet, 13 schaffen sogar 4,5 Sterne oder mehr.
- Sportbäder haben die Nase vorn: Mit durchschnittlich 4,16 Sternen schneiden sie unter allen Badtypen am besten ab, knapp vor Thermen (4,14) und klassischen Hallenbädern (4,09).
- Ein Bürgerbad schwimmt allen davon: Das ehrenamtlich betriebene Bürgerbad Handorf in Münster ist mit 4,7 Sternen bei 81 Bewertungen Deutschlands bestbewertetes Hallenbad. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit jeweils 4,6 Sternen die Robert-Koch-Schwimmhalle in Halle (Saale) und das Schwimmsportleistungszentrum Wuppertal.
- Der Osten schwimmt vorn: Thüringen und Sachsen führen den Bundesländervergleich mit jeweils 4,23 Sternen an. Besonders bemerkenswert: Alle untersuchten Hallenbäder in Thüringen erreichen mindestens 4,0 Sterne, in Sachsen sind es 23 von 24.
- Stadtstaaten bilden das Schlusslicht: Hamburg (Ø 3,97 Sterne), Berlin (Ø 3,94 Sterne) und Bremen (Ø 3,87 Sterne) belegen die letzten drei Plätze im Bundesländervergleich.
- Nordrhein-Westfalen ist Hallenbad-Hochburg: 184 der 505 untersuchten Bäder liegen in Nordrhein-Westfalen, auf sie entfallen rund 40 Prozent aller Bewertungen. Mit vier Bädern stellt NRW zudem die meisten Vertreter in den Top 10.
- Dortmund hat das dichteste Bädernetz der Metropolen: Unter den 15 Städten mit mindestens 500.000 Einwohnern liegt Dortmund mit 12 Hallenbädern auf rund 600.000 Einwohner vorn (2,0 Bäder pro 100.000 Einwohner). München bildet mit 9 Bädern auf rund 1,5 Millionen Einwohner das Schlusslicht und kommt mit 0,6 Bädern pro 100.000 Einwohner auf nicht einmal ein Drittel des Dortmunder Werts.
Die Top 10 bestbewerteten Hallenbäder Deutschlands
Platz 1: Bürgerbad Handorf - Münster, Nordrhein-Westfalen
Klein, familiär und ganz ohne Schnickschnack: Das Bürgerbad Handorf in Münster beweist, dass es für den Spitzenplatz weder spektakuläre Rutschen noch riesige Wasserlandschaften braucht. Mit 4,7 Sternen aus 81 Google-Bewertungen ist es das einzige der 505 untersuchten Hallenbäder, das diese Bestnote erreicht. Das Besondere: Das Bad wird nicht von der Stadt, sondern durch bürgerschaftliches Engagement betrieben. Ehrenamtliche setzen sich dafür ein, dass Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit weiterhin schwimmen können. Neben einem Sport- und Lehrschwimmbecken gibt es auch ein separates Planschbecken für die Kleinsten. In den Google-Rezensionen loben Badegäste vor allem die günstigen Eintrittspreise, die familiäre Atmosphäre und den liebevoll gestalteten Kleinkinderbereich.
Platz 2: Robert-Koch-Schwimmhalle - Halle (Saale), Sachsen-Anhalt
"20, 30 Bahnen schwimmen und Körper und Geist sind wieder im Einklang", schwärmt ein Gast der Robert-Koch-Schwimmhalle in einer Google-Rezension. Die lichtdurchflutete Halle gehört zu einem Sportcampus mit Olympiastützpunkt, Sportinternat und Sportschulen. Herzstück ist das 50-Meter-Becken, das mit seinen abgetrennten Bahnen ideale Bedingungen für sportlich Ambitionierte bietet. Während die Halle unter der Woche vor allem dem Leistungssport vorbehalten ist, können am Wochenende auch FreizeitschwimmerInnen ihre Bahnen ziehen, und zwar dort, wo einst schon Schwimmweltmeister Paul Biedermann trainierte. In den Rezensionen werden besonders die Sauberkeit, das freundliche Personal und die fairen Eintrittspreise gelobt. Mit 4,6 Sternen aus 448 Bewertungen sichert sich die Robert-Koch-Schwimmhalle den zweiten Platz.
Platz 3: Schwimmsportleistungszentrum Wuppertal - Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
50 Meter lang, zehn Bahnen breit und jede Menge Platz für sportliche Ambitionen: Das Schwimmsportleistungszentrum Wuppertal ist das einzige Hallenbad der Stadt mit einem olympischen 50-Meter-Becken. Wer an seiner Schwimmtechnik feilen möchte, findet im separaten Lehrschwimmbecken eine Gegenstromanlage. Auf Wasserrutschen und andere Attraktionen verzichtet das Sportbad indessen bewusst. Hier stehen ungestörtes Bahnenziehen und sportliches Training im Mittelpunkt. "Spartanisch, sportlich, super! Bahnen schwimmen auf höchstem Niveau", bringt ein Google-Rezensent das Konzept auf den Punkt. 4,6 Sterne aus 338 Bewertungen befördern das Schwimmsportleistungszentrum Wuppertal auf den dritten Platz und Nordrhein-Westfalen bereits zum zweiten Mal aufs Siegertreppchen.
Platz 4: Hallenbad Biberach - Heilbronn, Baden-Württemberg
Ein Paradies für kleine Wasserratten ist das Hallenbad Biberach in Heilbronn, das vor allem mit seiner Familienfreundlichkeit punktet. Neben einem 25-Meter-Schwimmerbecken und einem Nichtschwimmerbecken mit Rutsche gibt es ein separates Babybecken. Besonders beliebt ist die große Auswahl an Wasserspielzeug, das kostenlos zur Verfügung steht. Von Schwimmnudeln über kleine Boote bis hin zu Schaumstofftieren ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die Schwimmkurse kommen bei Eltern gut an. Sie "verwandeln selbst wasserscheue Kids in absolute Wasserratten", schwärmt ein Google-Rezensent. Darüber hinaus werden in den Bewertungen das angenehm warme Wasser, die Sauberkeit und das engagierte Personal gelobt. Mit 4,6 Sternen aus 328 Bewertungen landet das Hallenbad Biberach auf dem vierten Platz und ist damit die bestplatzierte Anlage Baden-Württembergs.
Platz 5: Carolus Thermen - Aachen, Nordrhein-Westfalen
Ein Hauch von Fernost, orientalische Badekultur und wohltuendes Thermalwasser: Die Carolus Thermen in Aachen entführen Erholungssuchende auf eine kleine Weltreise. Durchschnittlich 4,5 Sterne bei ganzen 11.245 Google-Bewertungen, so viele wie bei keinem anderen Bad in den Top 10, bringen der Therme den fünften Platz ein. In die Becken fließt Mineral-Thermalwasser aus der Rosenquelle, dazu kommen Whirlpools, Sprudelliegen, Heiß- und Kaltwassergrotten sowie ein Sole-Dampfbad. Viele Gäste zieht es auch in die Saunawelt, zu der ein japanischer Saunagarten mit Saunasee, eine orientalische Badewelt und mit dem Feminarium ein eigener Bereich nur für Frauen gehören. "Absolutes Urlaubsfeeling! Eine Flucht aus dem Alltag", bringt ein Gast seinen Besuch auf den Punkt.
Platz 6: Mineraltherme Böblingen - Böblingen, Baden-Württemberg
775 Meter unter der Erde beginnt das Wellnesserlebnis in der Mineraltherme Böblingen. Aus dieser Tiefe stammt das mineralreiche Heilwasser, das die Becken mit angenehmen 31 bis 36 Grad füllt. Besonders stimmungsvoll badet es sich im Innenbecken unter der Kuppelhalle. Wer sich treiben lassen möchte, kann auf Sprudelliegen und in Whirlpools entspannen, während Klang- und Bewegungsbecken für Abwechslung sorgen. Auch der liebevoll gestaltete Saunagarten mit üppiger Bepflanzung findet in den Google-Rezensionen viel Zuspruch. Gäste loben außerdem die gepflegte Anlage sowie die ruhige Atmosphäre. Mit 4,5 Sternen aus 6.710 Bewertungen erreicht die Mineraltherme Böblingen den sechsten Platz.
Platz 7: Olympia-Schwimmhalle - München, Bayern
"Baden, Saunieren und Sporteln in Olympia-Manier" lautet das Motto der Olympia-Schwimmhalle in München. Das kommt nicht von ungefähr, denn bei den Olympischen Spielen 1972 gewann Schwimmlegende Mark Spitz hier sieben Goldmedaillen. Während die Tribüne mit ihren originalen grünen Sitzschalen bis heute an die einstigen Wettkämpfe erinnert, können Badegäste inzwischen selbst ihre Bahnen unter dem berühmten Zeltdach ziehen. Die großzügigen Schwimmmöglichkeiten und die lichtdurchflutete Architektur begeistern auch in den Google-Rezensionen. Mit 4,5 Sternen aus 2.075 Bewertungen erreicht die Schwimmhalle Platz sieben. Wer höher hinaus will, versucht sich an der bis zu zehn Meter hohen Sprunganlage. Danach laden ein großer Whirlpool und die Sauna zum Entspannen ein, während sich die Jüngsten im Kinderplanschbereich austoben.
Platz 8: Schwimmsportkomplex Freiberger Platz - Dresden, Sachsen
Mit 4,5 Sternen aus 1.550 Google-Bewertungen schwimmt der Schwimmsportkomplex Freiberger Platz in Dresden auf Platz acht und ist damit das beste Hallenbad Sachsens. Die Anlage zählt zu den größten Schwimmsportkomplexen Deutschlands und verbindet moderne Trainingsbedingungen mit einem Stück Architekturgeschichte. In zwei Hallen stehen hier jeweils 50-Meter-Becken bereit, dazu kommen eine eigene Sprunghalle, ein Lehrschwimmbecken und eine Saunalandschaft. Während LeistungssportlerInnen in der neueren Schwimmhalle trainieren, ziehen Freizeitgäste ihre Bahnen unter dem geschwungenen Dach der denkmalgeschützten Halle. Besonders FrühschwimmerInnen und TriathletInnen schätzen die großzügigen Bahnen und die gute Organisation, doch auch die Sauberkeit sowie das freundliche Personal erhalten viel Lob.
Platz 9: Johannisbad Zwickau - Zwickau, Sachsen
"Es ist wie Schwimmen im Museum", schwärmt ein Gast über das Johannisbad Zwickau. Tatsächlich fühlt sich ein Besuch der 1904 eröffneten Schwimmhalle wie eine Reise in eine andere Zeit an. Badegäste ziehen hier ihre Bahnen zwischen kunstvollen Jugendstil-Verzierungen, Arkadengängen und Galerien. Dass dieses außergewöhnliche Bad heute noch genutzt werden kann, ist auch engagierten BürgerInnen zu verdanken. Nachdem das Johannisbad 1991 wegen seines schlechten Zustands schließen musste, setzte sich ein Förderverein für seine Rettung ein. Heute sorgt ein höhenverstellbarer Hubboden dafür, dass sich sowohl SchwimmerInnen als auch AnfängerInnen im Wasser wohlfühlen. Mit 4,5 Sternen aus 730 Google-Bewertungen erreicht das Johannisbad Zwickau Platz neun.
Platz 10: Hallenbad Hörde - Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Im Hallenbad Hörde in Dortmund kommen kleine Wasserratten ebenso auf ihre Kosten wie ambitionierte SchwimmerInnen. Während Letztere im 25-Meter-Becken ihre Bahnen ziehen, können sich die Jüngsten im Lehrschwimmbecken mit kleinen Rutschen austoben. Für die kleinen Badegäste stehen außerdem Schwimmbretter und Tauchringe bereit. Eine Besonderheit steckt im Wasser selbst, denn bei der Aufbereitung setzt das Bad auf Elektrolyse statt auf Chlorgas. Nach dem Planschen lässt sich der Besuch im Eltern-Kind-Café mit Spielecke oder in der Sauna gemütlich ausklingen. Betrieben wird die Anlage vom Schwimm- und Sport-Club Hörde 54/58 e. V., der auch Schwimmkurse, Wassergymnastik und Gesundheitsangebote organisiert. Diese Mischung aus Sport und Familienfreundlichkeit kommt an. Mit 4,5 Sternen aus 343 Google-Bewertungen erreicht das Hallenbad Hörde Platz zehn. Nordrhein-Westfalen ist somit gleich viermal in den Top Ten vertreten.
Gesamtranking der Hallenbäder
Rangliste der Hallenbäder in Deutschland 2026
Karte der besten Hallenbäder
Methodik
Für das Ranking der besten Hallenbäder Deutschlands hat Wellnessurlaub.com rund 720.000 Google-Bewertungen von 505 Hallenbädern in den 200 einwohnerstärksten Städten ausgewertet, darunter alle 79 Großstädte sowie die 121 größten Mittelstädte. Als Hallenbad gilt jedes ganzjährig nutzbare, öffentlich zugängliche Bad mit Innenbecken, also Hallen-, Sport-, Erlebnis- und Kombibäder, öffentlich nutzbare Schulbäder sowie Thermen und Day Spas mit Schwimm-, Sole- oder Thermalbecken und Tageseintritt. Berücksichtigt wurden nur Bäder, die mindestens 50 Google-Bewertungen aufweisen. Nicht einbezogen wurden reine Freibäder, Vereinsbäder ohne öffentliche Badezeiten, Schwimmschulen, Pools von Hotels und Fitnessstudios sowie dauerhaft geschlossene Anlagen. Vorübergehend geschlossene Bäder, etwa wegen Sanierung, blieben im Ranking. Maßgeblich für die Platzierung ist die durchschnittliche Sternebewertung, bei gleichem Schnitt liegt das Bad mit mehr Bewertungen vorn. Die Daten wurden am 16. Oktober 2026 über Google Maps erhoben.
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